Wiener Wohnsinnige Homestory – ein Häuschen im Grünen
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Wiener Wohnsinnige Homestory – ein Häuschen im Grünen

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In meiner heutigen Wiener Wohnsinnigen Homestory möchte ich euch ein Häuschen im Grünen zeigen. Genauer gesagt das Häuschen von der Architektin Claudia und ihrer Familie. Die Nähe zur Stadt und trotzdem mitten im Grünen leben, was kann es Schöneres geben! Als ich Claudia besuchte, fand ich den Garten noch im Winterschlaf vor, aber ich kann mir gut vorstellen wie herrlich…

In meiner heutigen Wiener Wohnsinnigen Homestory möchte ich euch ein Häuschen im Grünen zeigen. Genauer gesagt das Häuschen von der Architektin Claudia und ihrer Familie. Die Nähe zur Stadt und trotzdem mitten im Grünen leben, was kann es Schöneres geben! Als ich Claudia besuchte, fand ich den Garten noch im Winterschlaf vor, aber ich kann mir gut vorstellen wie herrlich es da im Sommer sein muss. Jetzt weiß ich ja, wo sie wohnt.. Vielleicht schau ich spontan nochmals vorbei – auf einen Kaffee, den ich genüsslich auf ihrer Veranda schlürfe.

Wenn man das Haus betritt umgibt einen sofort das Gefühl von Wohlbehagen und Gemütlichkeit. Claudia macht ihrem (Firmen)Namen Wohlfühlarchitektin alle Ehre und zeigt in ihrem eigenen Zuhause auf wunderschöne Art und Weise, dass Gemütlichkeit weniger mit Geld und neumodernen Möbeln sondern mehr mit einem Know-How für Farben und Raumgefühl zu tun hat. Viel Spaß beim Lesen & Schauen!

Liebe Claudia, danke dir vielmals dass wir bei dir zu Besuch sein dürfen und du uns dein entzückendes Haus zeigst.Erzähl mal, wo genau in Wien wohnst du und mit wem teilst du dir dein Zuhause?


Ich wohne im 23. Bezirk am Maurer Berg, kurz vor der Weinbergen und fussläufig in den Maurer Wald, das ist mir sehr wichtig. Der Wald und der Garten, das viele Grün ist mein Lebenselixier. Ich lebe da mit meinem Mann und meiner 16-jährigen Tochter, mein Sohn ist schon älter und lebt seit 10 Jahren in seiner eigenen Wohnung. Katze Candy wohnt auch noch da und mein Stiefvater kommt selten zu Besuch ein paar Tage, wenn er auf Nostalgietour nach Perchtoldsdorf zum Heurigen geht.


Das Haus sieht schon ein wenig älter aus. Habt ihr das gekauft oder ist es ein Familienbesitz?

Ja, es wurde 1927 gebaut und gehörte den mittlerweile verstorbenen Eltern meines Stiefvaters. Ich kannte sie gut, denn als ich mit 18 zum Studieren nach Wien kam, wohnte ich bei ihnen im Keller….ich verdiente mein Geld durch Servieren beim Heurigen in Perchtoldsdorf. Später, als beide gestorben waren zogen wir als kleine Familie (mein Sohn war damals 9 Jahre), ein und bauten das Dachgeschoss aus. Doch dann bekam ich bald meine Tochter und da wurde das Haus zu eng und wir zogen aufs Land in die Nähe von Neulengbach. Innerfamiliär war es noch nicht klar was aus dem Haus werden soll, darum konnten wir es nicht ausbauen. Erst viele Jahre später, als die Kinder größer und sich unser Platzbedarf (auch mit den Büros) wieder verkleinert hat, sind wir vor 3 Jahren wieder eingezogen. Wir mieten es nun von meinem Stiefvater, richten es kleinweise her. Im Moment passt das für uns, da wir keine großen investitionen machen müssen und platzmässig gut auskommen.

Wenn man das Esszimmer betritt fällt einem sogleich der bunte Sessel in der Ecke auf. Ist der selbst bemalt?

Ja, wir hatten am Land einen Seminarraum mit weißen 12 Ikea Stühlen, da gab es keine passenden Überzüge. Um die abgenützten Stellen unsichtbar zu machen, habe ich mit den Kindern lauter individuelle Stühle bunt bemalt. Das geht ganz einfach mit Acrylfarben! Ich nenne sie „Gute Laune Möbel“….Ich habe dann auch die Eßzimmerstühle, die ebenfalls einmal weiß waren und mittlerweile schmutzig waren, einfärbig übermalt.


Du bezeichnest dich selbst als Wohlfühlarchitektin. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Der Fokus in meiner Arbeit ist das Raumgefühl, die Stimmung, die Atmosphäre. Weniger das Design, das kommt eher von den Kunden (die wissen oft sehr gut, was ihnen  gefällt). Von mir bekommt man Ideen und Tipps, wie man seine Möbel stellt, wie man sich einrichtet und plant, um sich wohl zu fühlen. Ich habe auf meiner Homepage einige Filme, in denen ich bei meinen Beratungen gefilmt wurde und der Prozess, aber auch das Vorher/Nachher gut sichtbar ist. Ich bin seit 20 Jahren selbständig auf diesem Gebiet und weiß mittlerweile sehr genau, was funktioniert. Und dennoch erlebe ich selbst immer wieder Überraschungen, denn jede Situation ist individuell. Da kommt es immer wieder zu Wundermomenten, wo ein gewisses Glücksgefühl entsteht. Die stimmige Lösung ist die beste.

In euer Zuhause gelangt man über den Wintergarten, der nicht wie so oft bei Häusern südseitig ausgerichtet ist sondern nordseitig. Welche Vorteile hat diese Art von Bauweise?

Das ist die Veranda, sie ist einfach verglast und im Winter der Kühlschrank für Gemüse bzw. der Vorraum. Im Sommer jedoch ist es der kühlste Raum und somit das Sommerwohnzimmer, falls man nicht eh im Garten sitzt. Bei Regen hört man die Tropfen laut aufs Dach prallen und im Herbst lassen die Raben die Nüsse (wir haben 4 Nußbäume!) aufs Dach knallen, damit die Schale aufgeht….ich liebe das! Ich würde mich nicht trauen, ein Haus so zu planen, da es heute unüblich ist, einen verglasten Raum im Norden zu haben. Doch es ist sehr angenehm, denn man hat ein Zwei-Jahreszeiten Haus mit zwei komplett unterschiedlichen Grundenergien. Im Winter schön kuschelig und im Sommer offen zum Garten orientiert.

Was sind deine ultimativen Einrichtungstipps?

Bei kleinen, finsteren Eßräumen einen großen Spiegel montieren, dann wird ein Fenster kreiert (weil sich ein anderes Fenster drin spiegelt), das kommt immer gut. Man muß nur darauf achten, daß sich keine WC Türe drin spiegelt bzw. daß der Spiegel nicht gegenüber dem Eingang ist. Ja und Farben machen einen Wohnraum sofort weich und emotional warm, denn weiße Wände sind nicht weiß sondern grau durch die Schatten und die Kanten wirken hart und schneidend. Farben an den Wänden und sogar Decken lassen Kanten und Einsprünge verschwinden, Schatten gibt es zwar auch, doch das unterschiedliche Licht färbt die Wände in dünklere/hellere Nuancen, alles wirkt lebendiger. Die Position der Couch macht auch sehr viel aus, oft ist es das erste, was ich umdrehe….sie soll so stehen, daß man vom Sitzen aus die Eingangstüre sieht, also vom Eingang aus in die Couch springen kann ☺)

Welches ist dein liebstes Möbelstück und warum?

Meine Bali-Sessel, mein Sitzsack und Hängesessel im Garten….und die Gemälde, die meine Tochter malt.

Wo kann man deiner Meinung nach in Wien gut essen gehen? verrätst du uns deine Lieblingslokale?

Da mein Mann und ich Vegetarier sind gehen wir gerne ins YAMM am Lueger Ring, da haben wir die meiste Auswahl. Aber wir lieben auch asiatisch, da ist unser Geheimtipp das Go Gourmet in der Walfischgasse. Zwischendurch auch das Vinzi Rast wegen der internationalen und herzlichen Atmosphäre…..auch zum Inder am Naschmarkt bzw. das Cafe Do-An zu Mittag. Das Cafe –Restaurant in der Hermesvilla nach einem langen Spaziergang ist gut zum Sonntags – Frühstücks – Mittagessen.


Auch wenn du eine sehr talentierte DIY Frau bist wie man bei deiner Esszimmer-Stehlampe sehen kann (die aus mehreren Ikea Lampenschirmen besteht), gibt es trotzdem Interiorshops in Wien wo du nicht dran vorbeigehen kannst ?!



Ich bin mehr so ein flexibler Typ, also teure Möbel machen mir eher Stress da es sich so fix und „ewig“ anfühlt. Ich bin eher ein Spontankäufer bzw. verändere meinen Stil durch Kleinigkeiten. Oft finde ich tolle Sachen auf Willhaben, da verkaufen die Leute aussergewöhnliche  Einzelstücke um wenig Geld, kommt halt immer darauf an. Meine langwierigsten Möbel sind Asienmöbel von Frangipani in Nest bei Neulengbach, eine riesige Möbelhalle mit lauter Traummöbeln aus Fernost, wo du auch die Villa brauchst, um den Platz für die guten Stücke zu haben……da wir aber eine Zeitlang auf einem Schloss gelebt haben (Schloss Baumgarten), hatten wir diese Gelegenheit ☺)


Liebe Claudia, ich danke dir vielmals für das tolle Interview! Ich habe mich sehr gefreut dich kennen zu lernen und hoffe doch sehr, dass ich im Sommer auf deiner schönen Terasse einen Kaffee schlürfen darf 🙂

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